Nach der tollen Weihnachtsfeier in der Schule, den schönen
Weihnachtsmärkten in der Stadt und der Weihnachtsvorfreude in der Familie kam
auch ich in dieser sommerlichen Weihnachtszeit in Weihnachtsstimmung.
Heilig Abend wurde ich von durch das Haus schallender
Weihnachtsmusik geweckt. Hier ist ja erst am 25. Weihnachten, so war das extra
für mich und alle wünschten mir „Frohe deutsche Weihnachten“ voll lieb.
Abends fand dann unsere Weihnachtsfeier, unter den
Volontären statt. Ich hatte erst gar nicht so große Lust dort hinzugehen, aber
wir hatten einen wirklich wunderschöner Heilig Abend. Es war eine Art
Gartenparty unter den Bananenbäumen der deutschen Schule. Auf einem Lagerfeuer
machten wir uns Waffel und sogar der Wein wurde mit Gewürzen erhitz. Wir
Wichtelteten, so bekam jeder ein Geschenk und es waren wirklich schöne Sachen.
Ich bekam ein Armband und Schokolade, habe mich riesig gefreut. Später ließen
wir den Abend mit Jakobs Gitarrenkünsten um unser Lagerfeuer ausklingen.
Den 25. Habe ich für die Familie reserviert. Doch Mariam war
nicht da. Ich erfuhr, dass sie bei Roberts (der zweite Schulleiter) Oma ist und
unsere Christmas-party vorbeireitet… Juhuuuu, ich freute mich. Ich mag Robert
sehr und wusste so ist auch Albert da, der in dieser Familie untergebracht ist.
Wir machten uns fertig und bevor wir
gingen verteilte ich meine Geschenke an die Familie.
Misha stimmte ein „Happy Birthday“ ein und Mariam erklärte
mir, dass es hier nicht so verbreitet ist mit dem Beschenken an Weihnachten.
Mein Geschenk war eine Umarmung von jedem einzelnen und ich freute mich, dass
sich die anderen über die Kleinigkeiten freuten.
Wir sechs saßen im Boot und die Kinder waren megaglücklich.
Der Höhepunkt war eine Insel, mit der Fläche eines Einfamilienhauses. Wir
fragten, ob wir anlegen können, der tiefschwarze grinsende Fahrer nickte.
Wir fuhren zurück Richtung Festland und im Sonnenuntergang
gingen wir zurück zum Haus der Omi. Hier wurde gerade wieder aufgetafelt und
natürlich gab´s nochmal etwas zu Essen. Misha war sehr müde und ich legte sie
unter dem künstliche Weihnachtsbaum zum Schlafen. Wir tanzten und feierten
neben den schlafenden Kindern und ich lernte noch eine Absolventin der
deutschen Schule kennen. Es war sehr interessant über ihre Pläne, Wünsche und
Träume zu sprechen. Natürlich steht das hier als Schlaraffenland gesehene
Deutschland ganz oben auf ihrer Liste.
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