Donnerstag, 6. Dezember 2012

6. Dezember


Mit dem Blick auf meinen Kalender stellte ich genau das fest. Heute ist Nicolaus-Tag. Mit ein paar Süßigkeiten erklärte ich am Frühstückstisch, was es mit diesem Tag auf sich hat. Kam ganz gut an, gerade wegen der Süßigkeiten. Also packte ich meine MOZ-Spende an Gummitieren zusammen und wir begannen den Unterricht mit dem erklären des deutschen Brauchs. Die Kinder fanden es gut J

Danach begannen Elias und ich in unserer Gruppe „Ihr Kinderlein kommet“ Strophe zwei einzustudieren. Ganzschön schwierig. Auf dem Hof unter der brennenden Sonne mit Blick auf den Viktoria See sang dann jede Gruppe ihre Strophe des Weihnachtsliedes. Die vorweihnachtliche Stimmung die ich ja in diesem Jahr noch mitbekommen habe, ist komplett verflogen. Mein wunderschöner Weihnachtskalender zaubert mir jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht, doch an Weihnachten ist wieder nicht zu denken.

Später bereiteten wir unseren Olympischen Wettkampf, mit den Disziplinen Teebeutel weitwerfen, Sackhüpfen, Eierlauf u.s.w. vor. Nach dem sehr abwechslungsreichen Mittagessen (wurde von unserem Teamleiter so engagiert für die gesamte Woche) starteten wir mit den Spielen. Die Kinder fanden es unwahrscheinlich toll und als dann der Sieger noch ne Packung Kekse bekam, waren überglückliche Kinderaugen zu sehen.

 
 
Ich hatte heut die Möglichkeit mit dem Schulleiter zu reden. Die Vorschläge für die kommenden Wochen fand er gut. Er erklärte mir den Schulalltag und fragte, welche Fächer ich nach den Ferien unterrichten will. Deutsch, Sport, Literatur und in den kleinen Klassen Englisch. Oh das ist so spannend. Ich freu mich jetzt schon.










Mit der Leiterin Agnes saßen wir noch kurz zusammen und werteten den gestrigen UN-Besuch aus und sie war überglück, zufrieden und dankbar für unsere Arbeit. Sie meinte wir würden den Kindern eine unvergessliche Woche bereiten.

Wir packten unsere Sachen zusammen und vor dem Hoftor versammelten sich alle Schüler. Ein herzliches Dankeslied wurde gesungen. Wir bekamen Blümchen aus dem Garten überreicht und wir 10 gingen unter einem Blumenblüten-Regen und Tränen in den Augen vom Schulhof.

 
Das war ein wirklich wundervoller Moment und gab uns genügend Kraft um im Stammcafé den morgigen „großen Abschlusstag“ der Ferienprojektwoche vorzubereiten. ..Freu mich schon.

Mit Jakob´s Auto gings dann noch auf den Markt um alles für morgen zu besorgen. Wir kochen Spaghetti für alle 50-70 Kinder. Die Kinder sollen wohl dieses für mich unwegdenkbare Gericht schon (erst) einmal gegessen haben (in ihrem ganzen Leben!) und liebten es natürlich. So haben sie eine nächste Möglichkeit und die die es mitbekommen haben, sind schon ganz außer sich. J

 
 

Unsere schöne Schule

 
 
 
                                                          

                                                                     Die Schulküche

 
 
 Abends verabredeten wir uns im Waisenhaus. Einige von uns arbeiten da. Dort ist ab und zu ein Pizzaabend. Frauen aus der Umgebung haben somit Arbeit, einige der größeren Kinder helfen (entgeltlich) ob in der Küche oder beim Servieren. Die zwar etwas teure Pizza (ist ja aber für einen guten Zweck) wird an das zum größtem Teil weiße (wegen der hohen Preise) Volk gebracht. Wir teilten uns einen Tisch mit einer Gruppe amerikanischer und Südafrikanischer Pilotinnen und Piloten und verbrachten einen geselligen Abend in großer Runde.

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