Mit dem Blick auf meinen Kalender stellte ich genau das
fest. Heute ist Nicolaus-Tag. Mit ein paar Süßigkeiten erklärte ich am
Frühstückstisch, was es mit diesem Tag auf sich hat. Kam ganz gut an, gerade
wegen der Süßigkeiten. Also packte ich meine MOZ-Spende an Gummitieren zusammen
und wir begannen den Unterricht mit dem erklären des deutschen Brauchs. Die
Kinder fanden es gut J
Danach begannen Elias und ich in unserer Gruppe „Ihr
Kinderlein kommet“ Strophe zwei einzustudieren. Ganzschön schwierig. Auf dem
Hof unter der brennenden Sonne mit Blick auf den Viktoria See sang dann jede
Gruppe ihre Strophe des Weihnachtsliedes. Die vorweihnachtliche Stimmung die
ich ja in diesem Jahr noch mitbekommen habe, ist komplett verflogen. Mein
wunderschöner Weihnachtskalender zaubert mir jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht,
doch an Weihnachten ist wieder nicht zu denken.
Später bereiteten wir unseren Olympischen Wettkampf, mit den
Disziplinen Teebeutel weitwerfen, Sackhüpfen, Eierlauf u.s.w. vor. Nach dem
sehr abwechslungsreichen Mittagessen (wurde von unserem Teamleiter so engagiert
für die gesamte Woche) starteten wir mit den Spielen. Die Kinder fanden es
unwahrscheinlich toll und als dann der Sieger noch ne Packung Kekse bekam,
waren überglückliche Kinderaugen zu sehen.
Mit der Leiterin Agnes saßen wir noch kurz zusammen und werteten den gestrigen UN-Besuch aus und sie war überglück, zufrieden und dankbar für unsere Arbeit. Sie meinte wir würden den Kindern eine unvergessliche Woche bereiten.
Wir packten unsere Sachen zusammen und vor dem Hoftor versammelten
sich alle Schüler. Ein herzliches Dankeslied wurde gesungen. Wir bekamen
Blümchen aus dem Garten überreicht und wir 10 gingen unter einem
Blumenblüten-Regen und Tränen in den Augen vom Schulhof.
Mit Jakob´s Auto gings dann noch auf den Markt um alles für
morgen zu besorgen. Wir kochen Spaghetti für alle 50-70 Kinder. Die Kinder sollen
wohl dieses für mich unwegdenkbare Gericht schon (erst) einmal gegessen haben (in
ihrem ganzen Leben!) und liebten es natürlich. So haben sie eine nächste
Möglichkeit und die die es mitbekommen haben, sind schon ganz außer sich. J
Unsere schöne Schule
Die Schulküche
Abends verabredeten wir uns im Waisenhaus. Einige von uns
arbeiten da. Dort ist ab und zu ein Pizzaabend. Frauen aus der Umgebung haben
somit Arbeit, einige der größeren Kinder helfen (entgeltlich) ob in der Küche
oder beim Servieren. Die zwar etwas teure Pizza (ist ja aber für einen guten
Zweck) wird an das zum größtem Teil weiße (wegen der hohen Preise) Volk
gebracht. Wir teilten uns einen Tisch mit einer Gruppe amerikanischer und
Südafrikanischer Pilotinnen und Piloten und verbrachten einen geselligen Abend
in großer Runde.
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