Samstag, 29. Dezember 2012

Mabamba Bay


In aller Frühe traf ich mich am Samstagmorgen mit Saskia, um einen kleinen Ausflug zu machen. Zuerst ging es mit dem Boda Boda zur Fähre, dann rüber, also von der Landzunge, auf der Entebbe liegt auf das westlich gelegene Festland. Leider war das Wetter nicht so gut und wir überlegten umzukehren, doch am Hafen wartete schon der Fischer mit einem Boda-Fahrer auf uns und versicherte, dass es auf der anderen Seite nicht regnet. So trat ich meine bisher längste Bodafahrt an. Der Regen klatschte uns ins Gesicht und weichte den Lehmboden auf und dieser spritze uns gegen die mit Flip-Flops bedeckten Füße. Es ging auf einen Hügel hinauf und der Regen ließ nach. Die Landschaft war wunderschön. Die grünen Buschwälder aus Palmen und Bananenbäumen schmückten die Hänge und der See umfasste die Landschaft. Ab und an tauchten Lehmhäuser mit Schilfdächern am Wegesrand auf und nackte Kinder saßen um die Feuerstellen oder spielten auf den Wegen.

Wir erreichten Mabamba Bay (Swamp). Der Fischer Vincent musste feststellen, dass der Regen nun auch auf seiner Seite des Hügels angekommen ist.- Im Büro kümmerten wir uns um die Formalitäten-, d.h. auf Deutsch: In einer Lehmhütte schrieben wir unsere Namen in ein Gästebuch und handelten den Preis aus. Dann kam der schöne Teil und wir bekamen eine heiße Tasse Tee, frisch von der Feuerstelle; Vincent und Irene erzählten uns ein paar Geschichten bis dann der Regen aufhörte. Uganda eben, kein Stress!

So organisierte Vincent einen Steuermann und wir stachen in See, besser gesagt in den Sumpf. Mabamba Bay ist eine Sumpflandschaft, durch die kleine Gräben führen, die man mit einem Boot passieren kann. Es war atemberaubend. Der wolkenverhangene Regentag verlieh der ganzen Sache Charme. Wir glitten mit unserem Boot durch die mit meterhohen Papyruspflanzen verzierten Wasserwege. Vincent erzählte von durch den Sumpf springende Schlangen, fühlte ich mich gleich wohler! Krokodile gibt’s hier nicht, dafür eine Art Antilopen, die im Sumpf leben und ab und an gejagt werden, ein Tier ergäbe wohl an die 100 Kg Fleisch, berichtete er stolz.

Wir waren noch nicht einmal lange unterwegs da wartete, etwas versteckt, aber sehr nahe an unserem Pfad stehend die Hauptattraktion des Sumpfes auf uns. Ein Shoebill. (Schuhschnabel Vogel) Wir wussten, dass diese Vögel hier leben und haben auch ein Bild gesehen, aber ich war echt beeindruckt. Er war unerwartet groß (Storchgröße) und eine Masse an Vogel, da fragt man sich wie er überhaupt fliegen kann. Es war toll ihn aus solch einer Nähe zu sehen und einige Infos erzählt zubekommen. Wir fuhren tiefer in den Sumpf und die normale ugandische Landschaft war durch das diesige Wetter nur noch sehr verschwommen zu sehen.

 
 
Wir konnten noch andere Vögel, Enten und Pflanzen beobachten und fuhren bis zum offenen Wasser des Victoriasees und zurück.

 
 
 
 
 











 
 
 
 
 
Fix und fertig landeten wir in Entebbe und nach einem kleinen Marktbesuch fuhren wir abends in einer großen  weiß-schwarzen Gruppe nach Kampala um auch dort mal das Nachtleben zu erkunden. J









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