Unser Plan klang ganz gut „Weihnachtslieder mit den Kids
lernen“. Doch leider wurde dieser von eintreffenden UN-Mitgliedern gecancelt. Naja
auch nicht so schlecht, dachte ich. Die anderen, die mit der guten UN schon
Kontakt hatten, standen der Sache etwas skeptisch gegenüber.
Ich wollte mir ein eigenes Bild machen und begleitete das
Projekt mit einem anderen Volontär.
Erst mal stellten sich die sechs vor und die Kids mussten
lieb zuhören und für die Bilder lächeln, oder auch nicht!
Der zweite Redner versuchte etwas Praktisches anzuleiern, hatte aber
für Kinder kein Händchen bzw. war viel zu grob. Man bemerke, dass einige Kinder
(Waisen) gerade mal drei Jahre alt sind. Gerade für diese ist es meiner Meinung
nach eine enorme Herausforderung einem fremden Mann, der von etwas spricht, das
sie nicht ein mal ansatzweise verstehen können, zuzuhören. Bei jedem Zappeln wurde
sie zurechtgewiesen. Wir hatten erst mal genug Eindrücke gesammelt und ich
nutze die Zeit, um nun noch endlich Ruths einem Patenkind sein Geschenk zu
überreichen. Der freute sich natürlich und strahlte.
Nach einem „African Coffé“ einem lecker Mittag und
Vorbereitung mit den Anderen, gingen wir zur vereinbarten Zeit zur Schule
zurück, um unser Programm fortzuführen bzw. erst einmal anzufangen.
Der UN-Bus stand noch da, die Kids bastelten noch fleißig Karten für Kinder aus dem Sudan, die vom Krieg betroffen
sind. Ihnen machte es Spaß mit den tollen Glitzersachen zu basteln und berichteten,
dass es saogar Brause und einen Snack gab.
Wir spielten noch kurz und um halb zwei kam endlich das versprochene Mittagessen von
den UN-Leuten. Sie trugen es in einen Raum. Die Direktorin kam, sagte „Erst mal
nur ihr!“, zählte die Hälfte der Kinder ab und ging zum Essen. Ich hinterher,
die Direktorin schaut mich enttäuscht an und sagt „schlechtes Abkommen“. Wir hätten
platzen können. Die nette Küchenfrau bestätigte, dass das Mittagessen erst mal
nur für die Waisen, also die Kinder, die in der Schule leben, bestimmt war. Na zum Glück
haben Nicht-Waisen ja keinen Hunger.
Wir wollten los und was besorgen. Doch die warmherzige
Schulleiterin setze sich in ihren Jeep und war in Null-Komma-Nichts mit einem
leckeren Essen für die anderen Schüler da.
Beeindruckend waren die Kids, dass sie das einfach so
hingenommen haben, oder nicht gecheckt, vielleicht hat auch jemand was gesagt.
Wer weiß!
Später kam eine UN-Tante zu mir und fragte wie viele
deutsche Volontäre wir sind, kramte in einer Kiste nach Schlüsselanhängern und
Kulis. Ich so: „Ich; und ich glaube auch die anderen benötigen das nicht, gib
es doch lieber den Kindern“ Sie zögerte
kurz, schaut sich die kleine Gruppe Kinder an und verteilt schließlich.
Ich: „Haben denn nun alle Mittag gegessen“ Sie nickt und deutet auf das Essen der
Direktorin hin. Die 60 anderen Kinder bekommen von der geheimen Geschenkvergabe
natürlich mit und stürmen auf die gute Frau zu.
Ich dreh mich um, gehe und wir lachten uns eins ins
Fäustchen.
Noch ein paar Songs und Spiele und die Schüler waren durch,
wir auch.
Mein weißer Arm!
Bis zum Sonnenuntergang ließen wir den Tag am Strand
ausklingen.
Aero Beach
Zainab und Huda
Kleines Photoshooting mit den Zwillingen. Zainab war glücklich.
Hiba & Huda
Meine 4 Monate altenGast-Zwillingsschwestern
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