Freitag, 7. Dezember 2012

Abschlusstag Projektwoche


 
 
Am Morgen  trafen wir uns zum Gemüse schnippeln in der Schule. Ganzschöne Mengen. 60 Tomaten, zwei Kilo Möhren, 20 Paprika, fünf Kilo Fleisch, 20 Knoblauchzehen und und und… Die Kids waren schon ganz neugierig.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dann ging es aber erst mal auf Schatzsuche in den Botanischen Garten. 3 Gruppen á 30 Kinder und wir 6 Volontäre. In Deutschland wäre es nicht möglich. Die Kinder liefen lieb los, gingen über die erste Kreuzung. Ein Mann beobachtet das, stoppt den Verkehr und führt unsere Gruppe Richtung Garten. Super lieb.

 
Mit der Schatzsuche konnte ich auch gleich meinen ersten Besuch im botanischen Garten verbinden und es war einfach wunderbar. Nach zwei Stunden unter der Sonne waren wir alle durch. Doch der Schatz wurde gefunden. Die Kinder schrien, wie am Spieß, gaben uns den Schatz, alle 60 reihten sich hintereinander auf und jeder bekam 1 Bonbon und sie waren die glücklichsten Kinder der Welt. Mir schossen die Tränen in die Augen, als ich einen Jungen beobachtete, wie er das Papier ableckte um keine Spur von Bonbon zu verlieren. Die Kinder faszinieren mich. Die Gruppe beschützt sich gegenseitig, jeder schaut nach dem Anderen/Jüngeren. Sie sind sehr selbstständig, dankbar, großzügig, voller Respekt und clever. Einer hatte einen kleinen Fetzen Brot dabei (aus der Küche gemopst), der wurde heimlich geteilt. Ein Kind bekam zwei Bonbons, kam zu mir und fragte, ob ich denn schon einen hätte. Auf dem Weg durch den Garten ließen sie keinen Baum außer Betracht und wenn dann essbare Früchte dran waren (in meinen Augen Vogelbeeren) gingen sie mit Stöcken los und versuchten an die Früchte zu gelangen.

Die Rolle, die ich in der gleichen Situation in Deutschland einnehmen müsste, wäre „An der Ecke halt“, „Pass auf“, „Esst das nicht“, „Dein Rucksack“, „Stooooooppp“ hat sich hier in die Funktion des „stillen Beobachters“ verwandelt.

 Ich lerne viel von und durch die Kinder und bewundere sie.

 
 
 
 
 
 
 
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Zurück in der Schule wartete die Kochgruppe mit bunten Brauseflaschen auf die Kids und sie fielen über die Spaghetti her.

Zum Abschluss der schönen Ferienwoche überreichten uns die Kinder Dankeskarten, die Direktorin betete für uns und tausend Umarmungen und liebe Worte erreichten uns.

 
 
 
 
 
Für mich war diese Projektwoche ein super Start. Ich lernte alle Volontäre kennen, die Kinder und Umstände in einem netten Rahmen und hatte viel Spaß im Waisenhaus. Ich freue mich schon auf die nächste Woche.

Bei einem African Tea oder auch Cofé ließen wir die Woche in einem Biergarten mit Billardtisch ausklingen.



                                                                                                                                           Schönes Wochenende!


3 Kommentare:

  1. Da würde ich Nico ja gern mal einschleusen...;-)

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  2. Versende liebe ein paar deiner Lehrer ;)

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  3. hallo Teresa Dein Blog vermittelt nicht nur interessante Impressionen Deiner Arbeit sondern auch viele Erkenntnisse über das Leben in einer anderen Welt. Bitte schreibe unbedingt weiter. Das Material sollte an Schulen für Bildung in Deutschland genutzt werden. Es drängen sich viele Vergleiche auf.
    Weiterhin viel Erfolg , Spass und interessante Erlebnisse wünscht Dir Detlev.

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