Am Morgen trafen wir uns
zum Gemüse schnippeln in der Schule. Ganzschöne Mengen. 60 Tomaten, zwei Kilo
Möhren, 20 Paprika, fünf Kilo Fleisch, 20 Knoblauchzehen und und und… Die Kids
waren schon ganz neugierig.
Dann ging es aber erst mal auf Schatzsuche in den
Botanischen Garten. 3 Gruppen á 30 Kinder und wir 6 Volontäre. In Deutschland
wäre es nicht möglich. Die Kinder liefen lieb los, gingen über die erste
Kreuzung. Ein Mann beobachtet das, stoppt den Verkehr und führt unsere Gruppe
Richtung Garten. Super lieb.

Mit der Schatzsuche konnte ich auch gleich meinen ersten
Besuch im botanischen Garten verbinden und es war einfach wunderbar. Nach zwei
Stunden unter der Sonne waren wir alle durch. Doch der Schatz wurde gefunden.
Die Kinder schrien, wie am Spieß, gaben uns den Schatz, alle 60 reihten sich
hintereinander auf und jeder bekam 1 Bonbon und sie waren die glücklichsten
Kinder der Welt. Mir schossen die Tränen in die Augen, als ich einen Jungen
beobachtete, wie er das Papier ableckte um keine Spur von Bonbon zu verlieren.
Die Kinder faszinieren mich. Die Gruppe beschützt sich gegenseitig, jeder
schaut nach dem Anderen/Jüngeren. Sie sind sehr selbstständig, dankbar, großzügig,
voller Respekt und clever. Einer hatte einen kleinen Fetzen Brot dabei (aus der
Küche gemopst), der wurde heimlich geteilt. Ein Kind bekam zwei Bonbons, kam zu
mir und fragte, ob ich denn schon einen hätte. Auf dem Weg durch den Garten
ließen sie keinen Baum außer Betracht und wenn dann essbare Früchte dran waren
(in meinen Augen Vogelbeeren) gingen sie mit Stöcken los und versuchten an die
Früchte zu gelangen.


Die Rolle, die ich in der gleichen Situation in Deutschland
einnehmen müsste, wäre „An der Ecke halt“, „Pass auf“, „Esst das nicht“, „Dein
Rucksack“, „Stooooooppp“ hat sich hier in die Funktion des „stillen Beobachters“
verwandelt.
Ich lerne viel von und
durch die Kinder und bewundere sie.

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Zurück in der Schule wartete die Kochgruppe mit bunten
Brauseflaschen auf die Kids und sie fielen über die Spaghetti her.
Zum Abschluss der schönen Ferienwoche überreichten uns die
Kinder Dankeskarten, die Direktorin betete für uns und tausend Umarmungen und
liebe Worte erreichten uns.
Für mich war diese Projektwoche ein super Start. Ich lernte
alle Volontäre kennen, die Kinder und Umstände in einem netten Rahmen und hatte
viel Spaß im Waisenhaus. Ich freue mich schon auf die nächste Woche.
Bei einem African Tea oder auch Cofé ließen wir die Woche in
einem Biergarten mit Billardtisch ausklingen.
Schönes Wochenende!
Da würde ich Nico ja gern mal einschleusen...;-)
AntwortenLöschenVersende liebe ein paar deiner Lehrer ;)
AntwortenLöschenhallo Teresa Dein Blog vermittelt nicht nur interessante Impressionen Deiner Arbeit sondern auch viele Erkenntnisse über das Leben in einer anderen Welt. Bitte schreibe unbedingt weiter. Das Material sollte an Schulen für Bildung in Deutschland genutzt werden. Es drängen sich viele Vergleiche auf.
AntwortenLöschenWeiterhin viel Erfolg , Spass und interessante Erlebnisse wünscht Dir Detlev.