Donnerstag, 31. Januar 2013

Fort Portal


Reperaturarbeiten
 Am nächsten Morgen fuhren wir zurück nach Kabale, von dort aus nahmen wir den 9:30 Uhr-Bus, der zum Glück, als wir um 10:00 Uhr ankamen noch da stand. Leider stand er auch noch um 12:00 Uhr in der Stadt. „Ugandische Gelassenheit“ Das war auch des Fahrers Motto, als er unter unseren Füßen eine Klappe zum Motor öffnete, die mit Hilfe der Passagiere gehalten wurde, um zwei 1L-Flaschen Motoröl nachzufüllen.
Doch es ging los und die Rückreise durch die „zweistunden-länger“ Baustelle war wieder mal ein Erlebnis! In Mbarara stiegen wir laut vorher eingeholter Information, von hier aus weiter Richtung Norden zufahren aus; um bei der Frage nach dem Bus zu erfahren, dass man von hier aus nicht weiter nach Norden fahren kann.
Doch auch das hab ich schon in Uganda gelernt- Traue nicht dem Einzelnen. Glücklicherweise fanden wir eine Möglichkeit mit den geliebten Matatus Schritt für Schritt, durch Berg und Tal nach Fort Portal zu reisen. Die Landschaft war wunderschön und die Reise, wie soll es auch anders auf den ugandischen Straßen sein, interessant!
Im Abendgrauen reisten wir auf einer Straße, die durch den Queen-Elizabeth-National Park führt und wurde von Elefantenherden begleitet. Der echt coole Fahrer hatte auch Interesse am Wildleben und so sahen wir auf unserer Reise mit den „Öffentlichen“  einen Leoparden am Straßenrand sitzen, der in aller Seelenruhe die Straße überquerte und im Grass verschwand. Unfassbar schön!!!!
Ja der „coole Fahrer“ war nicht nur cool, tierlieb und eine echte Laber-Tasche, sondern hatte auch noch eine außergewöhnliche soziale Art. Die Menschen die, in der nun schon Nacht am Straßenrand standen, um im letzten noch fahrenden Matatu in die nächste Stadt zu gelangen, hat er netter Weise mitgenommen. Wie schon einmal erwähnt ist ja so ein Matatu für 14 Passagiere ausgelegt. Laut Papas Erörterungen, ich konnte meinen Kopf wegen mangelnden Platzes leider gar nicht mehr bewegen, hat der Gutste auf 26 aufgestockt.
Wir waren einfach nur durch, als wir nach 12 Stunden die max. 6 Stunden entfernte Stadt Fort Portal erreichten. Doch die Reise war das Ziel- Eine echte Erfahrung!

Über der Tür steht "Ofiice"
unsere Nobel-2,50-Unterkunft


Nach einer Backpacker-Empfehlung checkten wir in die „Exotik Lodge“ ein. Die Nacht kostet für 2 Personen 2,50 EUR, das war echt exotisch, die anderen exotischen Dinge blieben uns glücklicher Weise vorenthalten. Es war okay, das Gemeinschaftsklo (natürlich indisch) etwas zu exotisch für den Papa, so entschieden wir uns nach dem Frühstück am nächsten Morgen umzuziehen. Und landeten in einer wirklich tollen Unterkunft. Es war gut und auch nicht teuer.




Das neue Quatier


Nachdem sich Papa endlich seinen ersehnten Hut gekauft hat, schwangen wir uns auf die geliehenen Fahrräder und radelten in die Berge… Puuhhh… so in die Berge radeln bei 30°C ist schon echt anstrengend.












Unser Ziel war ein Camp fernab von Straßen und Wegen.













Von dort aus wanderten wir mit einem Guide über das Gelände und er erklärte uns, wie sich die Gemeinschaft versorgt und Viehzucht betreibt. Natürlich gab es auch eine Menge Bienen.
Am Rande einer Wiese ging es dann steil hinab und am Fuße der Schlucht trafen wir auf Höhlen und einen Wasserfall, der unterirdisch vom recht weit entfernten Gletscher kommt. Wir sahen Tropfsteine, Höhlenbienen und die so andere Welt „eine Etage tiefer“.
Es war wirklich wunderschön und interessant.



















Zurück am Tageslicht setzten wir unsere Wanderung fort. Das Ziel waren die Kraterseen, welche für die Region Westuganda, Kongo bekannt sind.











Die besagte Bergspitze
sieht hier viel harmloser aus als sie ist



Einen der Krater erreichten wir recht schnell, doch
für die optimale Aussicht sind wir auf einen mega-steilen Berg geklettert, z.T. auf allen Vieren und das bei der Hitze.






















Doch die Aussicht war wirklich atemberaubend. Bei einer Pause auf der Bergspitze erzählte uns der Guide interessante historische und andere Geschichten.
Zurück im Camp schnappten wir uns die Räder und es ging zurück (sogar etwas bergab) in die Stadt. Wir haben erfahren, dass es hier eine Imkervereinigung gibt und besuchten diese. Dann ein leckeres Abendessen und ab in die Federn.

heute mal Duschen!!!
Ein blauer Gecko, der um Weibchen zu beeindrucken
seine Farbe ändert





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