Freitag, 11. Januar 2013

Seese Island


Die Anderen sind schon am Montag losgereist, wegen unserer Verlängerung im Norden nahmen wir die Fähre am Dienstag, um die Insel im Viktoria See zu erreichen.
Alle Passagiere sind in den Passagierraum gegangen. Wir wollten die frische Luft genießen und fragten einen der Matrosen, ob wir draußen auf dem Boden sitzen können. Gemacht, getan. 5 Minuten später, ging der Kapitän an uns vorbei und fragt warum wir auf dem Boden sitzen. Er versteht, dass wir an der frischen Luft reisen wollen und bittet uns nach oben auf das Kapitänsdeck, das war schon mal ein guter Start. Gleich neben uns saß ein dicker, reicher, doch sehr netter Mann und später kamen zwei dazu. Wir kamen ins Gespräch, der eine verhielt sich komisch, doch hatte keine Scheu darüber zu reden. Er ist Kanadier und ist mit seiner Familie in die Heimat Uganda gereist. Nach dem langen Flug reisten sie die letzten Meilen mit dem Boda Boda nach Kampala. Plötzlich geschah ein schlimmer Unfall. Alle kamen ohne große Verletzungen davon, nur die Mutter, also seine Frau war schwer verletzt. Da keine medizinische Hilfe kam und sie nicht behandelt wurde, ist sie an den Folgen gestorben.
Wir diskutieren über den Entwicklungsstand Ugandas.


Schon der erste Blick auf die Insel sah paradiesisch aus. Die Anderen erwarteten uns und führen uns zu den Lodges… wooow. Ich stand dem Ausflug mit der weißen Gruppe zuerst etwas skeptisch gegenüber, doch schon am ersten Abend merkte ich, wie gut es auch mal sein kann sich mit Landsleuten zu unterhalten und einige aus der Gruppe kennenzulernen. Neben der vielen Freizeit und Erholung schafften wir sogar einige Dinge zu bearbeiten und zu besprechen.
Am Mittwoch war der Vormittag sehr verregnet und es tat gut mal im Bett bleiben zu „müssen“. Später klarte es auf und wir konnten unsere geplante Bodatour starten. Wir ließen uns nicht fahren, sondern fuhren selber. Ein ugandischer Freund aus Entebbe begleitete uns, brachte uns das Fahren bei und führte uns über die Insel. TRAUMHAFT!

Mein mutiger Beifahrer
Wir fuhren zu zweit und ich genoss den Ausblick als Passagier und den Adrenalinschub beim Selberfahren.







..Abgesehen von ein paar Kleinigkeiten hat alles gut geklappt. Am Abend fuhren wir mit dem Resort Besitzer zum Strand und wir genossen die Nacht, mit Lagerfeuer und dem Victoria See vor unseren Füßen.
Der nächste Tag startete ganz ruhig. Das Wetter war toll und wir genossen den Strand.
Später ging ich mit einem der Jungs auf einen Spaziergang. Am Strand folgten uns Hunde. 8!
Sie waren lieb, wenn wir stehen blieben, hielten sie auch, jagten ab und zu ein paar Affen hinterher, doch begleiteten uns auf einer gastfreundschaftlichen Art undWeise. Als wir vor einem unbekannten doch interessant wirkenden Weg mitten im Dschungel standen, war ich froh, dass die Hunde dabei waren und hoffte, dass die Schlangen verscheuchen würden.
Es ging alles gut und die Wanderung war perfekt. Wir mussten durch das „Stadtzentrum“ der Insel, um zurückzugehen. Die acht Hunde stets an unserer Seite. Ein schreckliches Bild, die zwei Muzungus mit ihren acht Hunden. Doch es wurde noch schlimmer. Je näher wir der Zivilisation kamen, desto komischer wurden die Hunde. Jedem Boda mit ugandischen Passagieren kläfften sie hinterher, attackierten Ziegen und schreckten die Kinder auf. Wir fühlten uns hilflos. Ein kurzer Stopp vor einem Shop, „vielleicht gibt’s ja noch nen andern Weg…?“…
Doch dann geschah es. Einer der Hunde ging auf ein Kind los. Es versuchte zu flüchten der Hund hinterher und biss das Kind. Wir waren die Einzigen, die reagierten. Mit dem schreienden Kind auf dem Arm kommt eine Frau auf mich zu „Das ist mein Sohn“. „Eure Hunde…“, ich versuche zu erklären. Andere Frauen kommen, nehmen das Kind, „Wir entschuldigen uns“ und erklären noch einmal. Die Mutter schien beruhigter, konnte sich aber auch nicht so gut ausdrücken.
Wir gingen und sie fuhr mit ihrem Sohn an uns vorbei. Die Hunde folgten uns. Am Ende der Stadt hielt ein Auto vor uns. Ein Mann zitierte uns heran. Ich entdeckte die Frau und ihren Sohn auf dem Beifahrersitz. "Eure Hund…, Polizei…, Geld". Wir ließen ihn ausreden, dann erklärten wir. Er schien die Sache zu verstehen. Mir fiel die Stelle am Strand ein, wo wir die Hunde trafen und andere Leute saßen. Wir boten ihm unsere Hilfe an, aus der Position, der „wir konnten die Hunde nicht loswerden“ und „wir waren die einzigen die dem Kind geholfen haben“. Der Fahrer ist der Tierarzt der Insel.
Im besagten Beachresort kam die Managerin zum Gespräch.
Zum Glück sprachen alle Englisch. Der Tierarzt fing an „Deine Hunde…“ Sie fauchte uns an, wie wir behaupten können, dass dies ihre Hunde sind.
Nun kamen wir an die Reihe und wir erklärten ihr ruhig was geschehen ist. Sie bestätigte, dass wir zwei nicht die Besitzer der acht Hunde sind und dass sie sich noch an uns erinnern kann. …Puhhh…!
Dann führte sie das Gespräch in eine ganz andere Richtung. „Die Hunde sind Rassisten“. Sie sind nett zu Weißen, doch all ihre afrikanischen Gäste werden von ihnen attackiert. „Gut, dass du da bist Tierarzt, wir brachen deine Hilfe“
Somit waren wir aus der Sache raus. Wir boten noch einmal unsere Hilfe an. Keiner redete mehr einen Ton mit uns. Man konnte fast denken, dass die Mutter und der Tierarzt verärgert waren, dass sie kein Geld von den Weißen bekamen, doch sie waren sicher nur sehr besorgt um das verletzte Kind und das nun zu lösende „Hundeproblem“ auf der Insel.
Auf der Insel gibt’s leider kein Krankenhaus und die Mutter muss bis morgen warten, um mit der Fähre aufs Festland zu kommen und ihr Kind behandeln zu lassen. Ich hoffe es ist alles gut gegangen.
Leider war auch die Aussage der Managerin wahr. Die Hunde haben wirklich jeden Ugander angegriffen, doch einen Grund? …Ich weiß nur, dass viele Ugander Hunde hassen und diese dann schlagen und vertreiben… Doch da einen Zusammenhang zu finden??!!!
























Palmplantage


Wenig Schlaf, viel Spaß, tolle Erlebnisse und wir saßen schon wieder auf der Fähre. Doch …Endlich zu Hause! 



1 Kommentar:

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