
Die Anderen sind schon am Montag losgereist, wegen unserer
Verlängerung im Norden nahmen wir die Fähre am Dienstag, um die Insel im
Viktoria See zu erreichen.


Alle Passagiere sind in den Passagierraum gegangen. Wir
wollten die frische Luft genießen und fragten einen der Matrosen, ob wir
draußen auf dem Boden sitzen können. Gemacht, getan. 5 Minuten später, ging der
Kapitän an uns vorbei und fragt warum wir auf dem Boden sitzen. Er versteht,
dass wir an der frischen Luft reisen wollen und bittet uns nach oben auf das
Kapitänsdeck, das war schon mal ein guter Start. Gleich neben uns saß ein
dicker, reicher, doch sehr netter Mann und später kamen zwei dazu. Wir kamen
ins Gespräch, der eine verhielt sich komisch, doch hatte keine Scheu darüber zu
reden. Er ist Kanadier und ist mit seiner Familie in die Heimat Uganda gereist.
Nach dem langen Flug reisten sie die letzten Meilen mit dem Boda Boda nach
Kampala. Plötzlich geschah ein schlimmer Unfall. Alle kamen ohne große
Verletzungen davon, nur die Mutter, also seine Frau war schwer verletzt. Da
keine medizinische Hilfe kam und sie nicht behandelt wurde, ist sie an den
Folgen gestorben.
Wir diskutieren über den Entwicklungsstand Ugandas.


Schon der erste Blick auf die Insel sah paradiesisch aus.
Die Anderen erwarteten uns und führen uns zu den Lodges… wooow. Ich stand dem
Ausflug mit der weißen Gruppe zuerst etwas skeptisch gegenüber, doch schon am
ersten Abend merkte ich, wie gut es auch mal sein kann sich mit Landsleuten zu
unterhalten und einige aus der Gruppe kennenzulernen. Neben der vielen Freizeit
und Erholung schafften wir sogar einige Dinge zu bearbeiten und zu besprechen.

Am Mittwoch war der Vormittag sehr verregnet und es tat gut
mal im Bett bleiben zu „müssen“. Später klarte es auf und wir konnten unsere geplante
Bodatour starten. Wir ließen uns nicht fahren, sondern fuhren selber. Ein
ugandischer Freund aus Entebbe begleitete uns, brachte uns das Fahren bei und
führte uns über die Insel. TRAUMHAFT!
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| Mein mutiger Beifahrer |
Wir fuhren zu zweit und ich genoss den Ausblick als Passagier
und den Adrenalinschub beim Selberfahren.
..Abgesehen von ein paar Kleinigkeiten hat alles gut geklappt. Am
Abend fuhren wir mit dem Resort Besitzer zum Strand und wir genossen die Nacht,
mit Lagerfeuer und dem Victoria See vor unseren Füßen.

Der nächste Tag startete ganz ruhig. Das Wetter war toll und
wir genossen den Strand.
Später ging ich mit einem der Jungs auf einen Spaziergang.
Am Strand folgten uns Hunde. 8!
Sie waren lieb, wenn wir stehen blieben, hielten sie auch,
jagten ab und zu ein paar Affen hinterher, doch begleiteten uns auf einer
gastfreundschaftlichen Art undWeise. Als wir vor einem unbekannten doch
interessant wirkenden Weg mitten im Dschungel standen, war ich froh, dass die
Hunde dabei waren und hoffte, dass die Schlangen verscheuchen würden.


Es ging alles gut und die Wanderung war perfekt. Wir mussten
durch das „Stadtzentrum“ der Insel, um zurückzugehen. Die acht Hunde stets an
unserer Seite. Ein schreckliches Bild, die zwei Muzungus mit ihren acht Hunden.
Doch es wurde noch schlimmer. Je näher wir der Zivilisation kamen, desto
komischer wurden die Hunde. Jedem Boda mit ugandischen Passagieren kläfften sie
hinterher, attackierten Ziegen und schreckten die Kinder auf. Wir fühlten uns
hilflos. Ein kurzer Stopp vor einem Shop, „vielleicht gibt’s ja noch nen andern
Weg…?“…
Doch dann geschah es. Einer der Hunde ging auf ein Kind los.
Es versuchte zu flüchten der Hund hinterher und biss das Kind. Wir waren die
Einzigen, die reagierten. Mit dem schreienden Kind auf dem Arm kommt eine Frau
auf mich zu „Das ist mein Sohn“. „Eure Hunde…“, ich versuche zu erklären.
Andere Frauen kommen, nehmen das Kind, „Wir entschuldigen uns“ und erklären
noch einmal. Die Mutter schien beruhigter, konnte sich aber auch nicht so gut
ausdrücken.
Wir gingen und sie fuhr mit ihrem Sohn an uns vorbei. Die
Hunde folgten uns. Am Ende der Stadt hielt ein Auto vor uns. Ein Mann zitierte
uns heran. Ich entdeckte die Frau und ihren Sohn auf dem Beifahrersitz.
"Eure Hund…, Polizei…, Geld". Wir ließen ihn ausreden, dann erklärten
wir. Er schien die Sache zu verstehen. Mir fiel die Stelle am Strand ein, wo
wir die Hunde trafen und andere Leute saßen. Wir boten ihm unsere Hilfe an, aus
der Position, der „wir konnten die Hunde nicht loswerden“ und „wir waren die
einzigen die dem Kind geholfen haben“. Der Fahrer ist der Tierarzt der Insel.
Im besagten Beachresort kam die Managerin zum Gespräch.
Zum Glück sprachen alle Englisch. Der Tierarzt fing an
„Deine Hunde…“ Sie fauchte uns an, wie wir behaupten können, dass dies ihre
Hunde sind.
Nun kamen wir an die Reihe und wir erklärten ihr ruhig was
geschehen ist. Sie bestätigte, dass wir zwei nicht die Besitzer der acht Hunde
sind und dass sie sich noch an uns erinnern kann. …Puhhh…!
Dann führte sie das Gespräch in eine ganz andere Richtung.
„Die Hunde sind Rassisten“. Sie sind nett zu Weißen, doch all ihre
afrikanischen Gäste werden von ihnen attackiert. „Gut, dass du da bist Tierarzt,
wir brachen deine Hilfe“
Somit waren wir aus der Sache raus. Wir boten noch einmal
unsere Hilfe an. Keiner redete mehr einen Ton mit uns. Man konnte fast denken,
dass die Mutter und der Tierarzt verärgert waren, dass sie kein Geld von den
Weißen bekamen, doch sie waren sicher nur sehr besorgt um das verletzte Kind und
das nun zu lösende „Hundeproblem“ auf der Insel.
Auf der Insel gibt’s leider kein Krankenhaus und die Mutter
muss bis morgen warten, um mit der Fähre aufs Festland zu kommen und ihr Kind
behandeln zu lassen. Ich hoffe es ist alles gut gegangen.

Leider war auch die Aussage der Managerin wahr. Die Hunde
haben wirklich jeden Ugander angegriffen, doch einen Grund? …Ich weiß nur, dass
viele Ugander Hunde hassen und diese dann schlagen und vertreiben… Doch da
einen Zusammenhang zu finden??!!!

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| Palmplantage |
Wenig Schlaf, viel Spaß, tolle Erlebnisse und wir saßen
schon wieder auf der Fähre. Doch …Endlich zu Hause!
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