Von meiner Matratze im Wohnzimmer wachte ich auf und wir
bereiteten das Frühstück für den noch in meinem Bettchen schlummernden Papa
vor.
Beim Frühstück lernte er dann meine ugandische Gastfamilie
kennen und später machten wir uns an die Bescherung und alle liebten die tollen
Geschenke von meiner Familie und Freunden in Deutschland. Vielen lieben Dank
dafür!
Zurück daheim packten wir unseren Rucksack und fuhren mit
einem Matatu nach Kampala. Allein das Kennenlernen von Entebbe und die Gegebenheiten
in meinem Zuhause sind komplettes Neuland, für jemanden der frisch aus
Deutschland kommt, doch die Fahrt nach und durch Kampala am gleichen Tag müsste
eigentlich einen Kulturschock auslösen. Doch der Papa hat sich gut geschlagen
und die gesamte vierstündige Fahrt nach Massaka war einfach nur beieindruckend
und interessant.
Die Unterkunft war für mich, sowie für die ugandischen
Verhältnisse normal, für Papa ein Graus. Doch auch das gehört dazu!
Die Schule wird von Mathias Verein unterstützt und ist in
einem schrecklichen Zustand. Der Schulleiter hat quasi die Nebengebäude seines
Wohnhauses „ausgebaut“ also eine Tafel, wenn überhaupt angebracht und so werden
90 Kinder in den je 10m² Garagenräumen unterrichtet. Es fehlt an Allem, das
Schulgeld scheint zu gering, um irgendetwas an der Türen-, Fenster-, Boden- und
Dachlosen Schule zu bewegen.
Die Kinder freuten sich natürlich über unseren Besuch und
singen (super!) für uns!
Mit Sack und Pack ging es auf den Nachbarhügel von
Masaka-Town, wo Busse weiter Richtung Südwesten fahren. Ein Mann verkaufte uns
Karten und wir zahlen einen viel zu hohen Preis für einen Bus der angeblich in
5 Minuten da sein soll und tatsächlich eine Stunde später eintrudelte.
So lernte der Papa und auch ich (Jede Fahrt ist ein neues
Erlebnis) das Abenteuer „Reisebusfahren in Uganda“ kennen.
Die 4 Stunden Fahrt; -Stunden ist die Einheit die Kilometerangaben in Uganda ersetzt, verlängerte sich um zwei, wegen einer 100 Kilometer, also zwei Stunden langen Baustelle. Doch wir erreichten Kabale, die Stadt am Lake Bonyonyi an der Grenze zu Rwanda. Meine Sitznachbarin im Bus war Ortskundig und konnte mir einige Gegebenheiten wie; Sprache, Entfernungen, Preise in Kablale erkläre und wie es der Zufall so wollte ist ihr Sohn Boda Boda – Fahrer und wartete am Bus auf uns um uns zu unserer Unterkunft zu fahren.
Eine der schönsten Boda Boda- Fahrten lag vor uns. Aus der
Stadt heraus ging es durch den Dschungel einen Lehm-Weg bergauf, den sich das
Boda mit uns dreien hochquälte. Auf der Bergspitze konnte man über die
bewachsenen Hänge auf den See "Lake Bunyonyi" mit all seinen kleinen Inseln schauen und wir
rollte bergab, Richtung Unterkunft, mit diesem wunderschönen Ausblick.
| Die Überfahrt mit Motorboot |
Ich erklärte, dass ich eine Unterkunft gebucht habe und sie
schienen zu verstehen. Wir entschieden uns gegen die einstündige selbst-paddel
Kanufahrt und ließen uns in der Abenddämmerung mit einem Motorboot auf die
Insel fahren, auf der ich unwissender Weise, der Preis war aber auch
unschlagbar günstig- die Lodge gebucht habe. J
| Unsere Insel |
| auf der Terasse |
In der quasi freien, afrikanischen, sommerlichen Natur ließ
es sich himmlisch schlummern und die kalte MorgenDUSCHE J (Luxus) im Freien brachte den
Tag in Schwung.
Wir entschiedenen uns eine Kanutour auf dem 2000 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen See zu machen und auf einen Berg, der noch viel höher liegt zu klettern.
| Blick aus dem Bett |
| Frühstück mit herrlichem Ausblick |
Wir entschiedenen uns eine Kanutour auf dem 2000 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen See zu machen und auf einen Berg, der noch viel höher liegt zu klettern.
Ein Guide, der nur zwei Männerpaddel (Urlaub!) dabei hatte, führte uns an einigen Insel vorbei ein Stück über den See, bis wir dann ein Ufer erreichten von dem aus wir auf einen Berg klettern konnten, um die Aussicht zu genießen.
Papa konnte viele Fragen loswerden und wir hatten großes
Glück mit unserem Reiseführer, denn er konnte nämlich so gut wie alle Fragen
beantworten. Wir kämpften uns den steilen Weg hinauf. Das Übersetzen dieses
Frage-Antwort-Spiels der Männer und die dünne Luft nahmen mir den Atem, doch
das tat auch der Ausblick, der einfach unglaublich schön war.
| Riesen-Kaktus |
… Ajaaaa, so eröffnete sich für uns die Bienenwelt in Uganda. … Ein Thema für sich! J
Unsere Wanderung ging über die Spitze des Berges, durch ein Dorf und den vielen Anbauflächen zum andern Ende des Berges, wo wir bei einer kühlen Soda die Aussicht über einen andern Teil des Sees genossen.
| Wanderung auf dem Berg |
| Gegenverkehr- man beachte den Hirten |
| Die "Nicht-Jungfrauen-Insel" ist der kleine Fleck neben meiner Schulter |
Zurück auf unserer Insel suchten wir das Gespräch zum
Hotelmanager, um etwas über Bienen herauszufinden….Tatatataaaa, Das Hotel, bzw.
der New Yorker Eigentümer und Imker haben mit der Imkerei auf der Insel
angefangen. So wanderten wir binnen weniger Minuten mit dem Manager und dem
Tischler, ausgebildet zum Imker, auf die andere Seite der Insel, wo wir dann
Bienenstöcke fanden, viele Informationen über die Imkerei in Uganda erfuhren
und ich unzählige Imkereivokabeln lernte.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen