Samstag, 9. Februar 2013

Projektwoche in Entebbe


Papa´s Strandresidenz +meine Schulleiterin
Am Montag waren dann die langen (2 Monate) Schulferien vorbei, sowie für die Kinder hieß es auch für uns - Ab in die Schule!
Anlässlich des 50´sten meines Papas gab es ja eine tolle Geldspende. Im Vorfeld haben Agnes und ich schon einen Plan geschmiedet und in unserer Urlaubswoche haben Papa und ich dann alles besprochen. Wir wollen Gemüsebeete anlegen und ein Tiergehege bauen und somit Anregung zur Selbstversorgung schaffen.

Montag. Es ging schon am frühen Morgen in die Vollen. So jedenfalls unsere Motivation. Mit der Umsetzung ist es ja manchmal etwas schwierig hier in Uganda. Ich erinnerte mich an die Zeit, wo ich das Mal-Projekt angefangen habe und genau vor der gleichen Hürde stand. Wo bekommt man das ganze Zeug her, wenn es doch nicht einmal einen Baumarkt gibt!? So wie die Ugander sind auch wir erfinderisch und nach und nach glichen sich unsere Vorstellungen den ugandischen Gegebenheiten an. Wir fuhren durch die ganze Stadt, um die einfachsten Sachen zu besorgen und manchmal musste der „Tischler und Handwerker“, aber auch ich (ohne Fachwissen) einfach nur schmunzeln.
ugand. Media Markt
Die kräftigen Helfer
Doch es ging voran. Wir gruben, buddelten, sägten, schnitten, pflanzten, zogen, hämmerten, schraubten, gossen, schleppten und am aller wichtigsten maßen alles ganz genau aus. Ich wusste gar nicht, dass mein Papa so ein Perfektionist ist. Doch im Endeffekt bin ich so froh über die gute und genaue Arbeit. Wir gingen als gutes Beispiel voran. Und es sieht toll aus.
Ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben, aber am Donnerstag wurde der Garte, mit der so wichtigen Umzäunung fertig gestellt. Nachts um halb 9 war dann auch der Zaun für den Hühnerhof gezogen und wir haben somit unser Ziel erreicht.
Mein Sightseeing-Programm für Entebbe hat sich in den vier Tagen auf den Besuch diverser Restaurants zur Mittagspause mit Rike beschränkt. Das wichtigste konnte ich dem Papa zeigen und vor allem mein Leben hier in Uganda. Ganz wichtig natürlich auch den Schwimmverein.
"siesta"
Für mich ging´s gleich wieder richtig los und wegen dem Ausfall eines Coachs bin ich noch zwischen dem buddeln in der Schule zu jedem Schwimmunterricht gehetzt. Papa kam auch einmal mit und durfte unsere beste Schwimmerin trainieren.
Es macht einfach riesigen Spaß.



Seit nun schon zwei Tagen liegt eine
abgerissene Stromleitung auf der Straße



















Nachdem wir am Dienstag zum Pizza essen im „Malayakahouse“ waren und uns die Tierhaltung und Organisation dieser Einrichtung anschauten, kam natürlich heraus, dass Robert an Bienen interessiert ist. So ging ein langes Gespräch über Bienen, Honig-Export, Bienen-Lehrgänge los. Robert erzählte uns, dass das Malayakahouse sogar zwei Bienenstöcke hat, aber keine Ahnung vom Imkern hat. Natürlich hat Papa seine Hilfe angeboten und nach einem langen Mittwoch in der Schule sind wir dann noch zum Honig ernten ins Malayakahouse gefahren.
Alle erwarteten uns schon und waren so richtig gespannt, als der Smoker anfing zu räuchern und drei auserwählte die Schutzkleidung anzogen.
Der erste große Bienenkasten wurde nun nach zwei Jahren geöffnet. Große Töpfe standen für die Honigernte bereit. Der Deckel ging auf, alle Zuschauer gingen in Deckung und was wir fanden war ein mit Ameisen besiedelter Bienenstock. In einer kleinen Ecke waren einige Bienen. Der zweite Bienenstock war klugerweise auf einem der Dächer gelagert. Die Männer trugen ihn runter und nach dem Öffnen fanden wir Bienen, die sogar Waben gebaut haben, doch leider den ganzen Honig selbst aufgegessen haben.  Man könnte denken der Erfolg hielt sich in Grenzen, doch Papas fesselnde Reden über die Imkerei trugen Früchte. Bei unserem Besuch am Samstag haben wir Robert für den Start die Schutzbekleidung und den Smoker überreicht und alle waren ganz heiß mit der Imkerei anfangen zu können.
Am Freitag versuchten auch wir unser Glück die nun von der Imkerei überzeugten Agnes und das Institut in Nakasongola zu verbinden.
Robert (Chef des Malayakahouses)
Kaffepflanzen (Beeren und Blüten)
Wie verabredet, versuchte ich John oder auch nur Irgendjemanden vom Bieneninstitut zu erreichen um ein Treffen auf dem Schulland östlich von Kampala zu verabreden.
Wir erreichten niemanden fuhren aber trotzdem los. 





























Wir besichtigten die Schule an der ich schon am Anfang meines Aufenthaltes war. Die Australier haben auch hier eine dicke Spende abgeliefert, so konnten Fensterläden und Türen eingebaut werden und das Beste ein Fußboden  gelegt und die Mauern errichtet bzw. verputzt werden.
Jack Fruit
An diesem Tag war ich wieder einmal von Agnes beeindruckt. Sie geht einfach ganz toll mit den Kindern um und zeigte ihnen einen Weg, wie man den ganzen Plastik-Müll aufsammeln und in Spielzeug verwandeln kann.
Danach besichtigten wir unsere Farm. Es ist einfach so viel Land und das Obst und Gemüse wächst und wächst und wächst. Uganda ist perfekt dafür!

Nach dem Besuch des Marktes in Kampala waren wir einfach komplett erschöpft und ließen alles bei einem Abendessen am Strand mit unseren halbugandischen Freunden Anna und ihrem Sohn ausklingen.
Der Samstag war dann nochmal spannend. Papa packte Sachen. Wir fanden meine fast verlorene Kreditkarte wieder. Und das Verabschieden ging los. In der Schule begrüßten uns zwei Ziegen, eine Truthahn- und Entenfamilie. Die Hühner sind am Sonntag gekommen. So wurde unser Projekt sehr gut angenommen und die ergreifende Dankes- und Abschieds-Zeremonie konnte beginnen. Wir überreichten Agnes kleine Geschenke und den Imkerschleier, so dass auch einer der Farmer mit der Imkerei anfangen kann und sie gab Papa auch noch tolle Geschenke für die Mutti mit. J


Die erste Tiere werden geliefert


unsere kleine Farm 
Die Kinder mögen die neuen Bewohner der Schule


Schulleiterin Agnes im Imkergewand

Honig schlecken






Ein Gekko


Wir gönnten uns ein Mittagessen in einem der schönsten Cafés in Entebbe und zu guter Letzt ging es an den Strand bevor wir Papa zum Flughafen brachten.








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